Chip-Pflicht für Hunde wäre wünschenswert

England geht mit gutem Beispiel voran: Dort gilt ab April 2016 eine generelle Chip-Pflicht für Hunde.

Was bringt das? Zum einen lassen sich Fundtiere schneller ihrem Halter zuordnen, zum anderen sollte dies dazu beitragen, dass das Verantworungsbewusstsein von Hundehaltern zu steigern und das Aussetzen von Hunden durch die bessere Identifikationsmöglichkeit zu verhindern. Ein Verstoß gegen die Verordnung kann mit bis zu 750 Pfund Geldstrafe geahndet werden.

Die englische Tierschutzorganisationen RSPCA begrüßt die neue Verordnung und auch deutsche Tierschützer fordern die Einführung einer generellen Chip-Pflicht bereits längere Zeit. In der EU ist das Chippen von Hunden seit 2011 für Auslandsreisen Pflicht, eine generelle Chip-Pflicht gibt es bislang allerdings nicht. Lediglich einzelne Bundesländer schreiben diese Art der Kennzeichnung inzwischen für gefährliche oder große Hunde vor, nur in den Ländern Hamburg, Berlin, Niedersachsen und Thüringen gilt eine generelle Kennzeichnungspflicht. Eine bundesweit einheitliche Regelung mit entsprechenden Vorgaben (bspw. ausschließlich das Chippen durch Tierärzte und wenn bei dem Tier keine medizinischen Gründe dagegen sprechen) wäre sehr wünschenswert.

Was genau wird da gemacht? Den Hunden wird vom Tierarzt ein kleiner Microchip mit Identifizierungsdaten zwischen den Schulterblättern eingesetzt. Für Halter mit finanziellen Problemen übernehme die Kosten hierfür oft auch Tierschutzorganisationen.

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